Diplomarbeit abgegeben

Aug 23, 2011. | By: Paul

In letzter Zeit war es still auf dieser Seite. Der Hauptgrund dafür war wohl meine Diplomarbeit. Diese zu schreiben hat mich so ausgelastet, dass ich mich nicht mehr motivieren konnte, hier ab und an auch nur ein paar Worte zu schreiben. Doch das hat jetzt ein Ende; heute habe ich meine Arbeit erfolgreich im Prüfungsamt abgegeben :) In der Arbeit habe ich (mit massiver Unterstützung durch meinen Betreuer Prof. Peter Pfaffelhuber) "Müllers Ratsche", ein klassisches Model der Populationsgenetik, um Rückmutationen erweitert. Das klingt trockener als es eigentlich ist, im Grunde dreht sich die Ratsche um die alte Frage, warum es eigentlich Männer gibt. In einer sich asexuell vermehrenden Population (z.B. Bakterien) produziert jedes Individuum Nachkommen. Bei der sexuell Vermehrung hingegen, tun dies nur die Weibchen, während sich die Männchen die (mehr oder weniger) meiste Zeit damit genügen, nutzlos die Ressourcen der Population zu verbrauchen (zumindest aus evolutionärer Sicht...) und sich nur ab und zu dazu bequemen, einen klitzekleinen Beitrag zur Vermehrung zu leisten. Da sich die sexuelle Vermehrung aber trotzdem in weiten Teilen der Natur durchgesetzt hat, muss es aus evolutionärer Sicht einen Vorteil geben, der die Existenz der Männchen rechtfertigt. Müllers Ratsche beschreibt nun, wie sich schlecht Mutationen im Genom einer asexuellen Population ansammeln, und deren "Fitness" immer weiter reduzieren, während asexuelle Populationen solche Mutationen durch sogenannte Rekombination des Erbguts einzelner Individuen gut wieder los werden können. Ich habe nun - mathematisch - untersucht, welchen Einfluss Reperaturmechanismen auf die Ratsche haben. Eine detailliertere und auch für Nichtmathematiker gut verständliche Beschreibung es ganzen gibt es in der Einleitung meiner Arbeit.

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I'm a ML Engineer in Munich, Germany.

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